Der US‑Dollar geriet nach der Veröffentlichung schwacher Konjunkturdaten und der Niederlage von Präsident Donald Trump vor dem Supreme Court in der Frage der Einführung von Zöllen deutlich unter Druck.
Die Entscheidung des Supreme Court fügte der protektionistischen Politik der Trump‑Regierung einen schweren Schlag zu und entzog ihr eines der wichtigsten Instrumente, um Handelspartner unter Druck zu setzen. Die Märkte werteten dies als Signal für Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Handelsbeziehungen der USA mit anderen Ländern, was eine Panik unter den Anlegern auslöste. Die Währungsschwankungen spiegelten diese Nervosität wider, und der Dollar, der in turbulenten Zeiten traditionell als sicherer Hafen gilt, gab spürbar nach.
Trotz dieses juristischen Rückschlags hat Präsident Trump seine Pläne nicht aufgegeben. Seine Rhetorik ist aggressiver geworden, und seine Ankündigungen, neue Zölle zu verhängen oder Umgehungslösungen zu finden, um bestehende Maßnahmen aufrechtzuerhalten, haben eine neue Welle von Sorgen ausgelöst.
Der heutige Tag verspricht für die Finanzmärkte ausgesprochen ereignisreich zu werden, mit einem besonderen Fokus auf Konjunkturnachrichten aus Europa. In der ersten Tageshälfte richten die Anleger ihr Augenmerk auf Deutschland, wo mehrere wichtige makroökonomische Kennzahlen veröffentlicht werden, die den Ton für den Handel vorgeben könnten. Besonders im Mittelpunkt stehen die Daten des IFO‑Wirtschaftsinstituts. Erwartet werden drei zentrale Indikatoren: der Geschäftsklimaindex, der Lageindex und der Index der Geschäftserwartungen. Diese Kennzahlen dienen als Barometer für die deutsche Wirtschaft und spiegeln die Einschätzung der Unternehmen zur aktuellen Lage und zu den künftigen Aussichten wider. Positive Werte, die über den Prognosen der Analysten liegen, könnten ein positives Signal für den Euro darstellen.
Zusätzlich zu den deutschen Daten werden heute auch die Inflationszahlen aus Italien veröffentlicht.
Was das britische Pfund betrifft, so werden aus dem Vereinigten Königreich heute keine wichtigen Konjunkturberichte erwartet. Dies schafft ein günstiges Umfeld für spekulative Geschäfte und weitere Käufe des Pfunds. Das Ausbleiben frischer Makrodaten nimmt dem Markt konkrete Gründe für Korrekturbewegungen nach dem morgendlichen Anstieg und könnte dadurch den bestehenden Trend weiter stärken.
Sollten die Daten mit den Erwartungen der Volkswirte übereinstimmen, bietet sich ein Vorgehen auf Basis einer Mean‑Reversion‑Strategie an. Fallen die Daten hingegen deutlich höher oder niedriger aus als von Ökonomen erwartet, wäre eine Momentum‑Strategie am sinnvollsten.



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