Analytical Reviews

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Handelsempfehlungen und Handelsanalyse für EUR/USD am 31. März. Der Markt flieht weiter in den sicheren Dollar
22:01 2026-03-30 UTC--4

Analyse von EUR/USD 5M

Das Währungspaar EUR/USD setzte am Montag seine Abwärtsbewegung fort, so wie bereits über weite Strecken der vergangenen Woche. Die letzten fünf Handelstage veranschaulichen perfekt, was derzeit in der Welt und am Devisenmarkt geschieht. Bestehen noch Zweifel daran, dass der einzige Grund für die Stärke des US-Dollar und den Rückgang des EUR/USD-Paares in der Geopolitik liegt? Dabei gab es am Wochenende und am Montag keine eindeutig schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten. Die Erklärung ist schlicht: Donald Trump gab eine weitere Erklärung ab und ließ die Händler mit nur einer Frage zurück: Meint der US-Präsident das ernst oder scherzt er?

Innerhalb eines Tages warnte Trump den Iran, dass er, falls dieser die Straße von Hormus nicht freigebe, sämtliche Energie-, Abwasser- und sonstige Infrastruktur im Land zerstören und die Insel Kharg besetzen werde, über die bis zu 90 % des iranischen Öls exportiert werden. Am selben Tag erklärte Trump, die Verhandlungen verliefen erfolgreich und Teheran habe die meisten Bedingungen Washingtons akzeptiert.

Aus technischer Sicht bleibt der Rückgang des Paares vollständig gerechtfertigt. Nachdem die Linien des Ichimoku-Indikators und die Trendlinie überwunden worden waren, war eine Abwärtskorrektur nur zu erwarten. Der Trend hat wieder auf bärisch gedreht, und selbst im Stundenchart ist seit langer Zeit kein Aufwärtstrend mehr zu erkennen.

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag keine Handelssignale. Während der europäischen Handelssitzung näherte sich der Kurs der Senkou-Span-B-Linie bis auf drei Pips, testete sie jedoch nicht. Die Spanne für den Euro war zu groß, um eine Short-Position zu eröffnen.

COT-Report

Der jüngste COT-Bericht ist vom 24. März datiert. Die Darstellung im Wochenzeitraum zeigt deutlich, dass die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler weiterhin bullisch ist, jedoch vor dem Hintergrund der geopolitischen Ereignisse rasch abnimmt. Händler verkaufen den Euro in großem Stil zugunsten des US-Dollar. Trumps Politik hat sich nicht verändert, doch der Dollar übernimmt erneut die Rolle einer „Reservewährung“, was einen starken Zustrom von Käufern auslöst.

Fundamentale Faktoren, die den Euro stützen könnten, sind nach wie vor nicht erkennbar. Dagegen gibt es weiterhin genügend Argumente für eine Schwäche des US-Dollar. Der Krieg im Nahen Osten hat den Dollar vorübergehend extrem attraktiv gemacht, doch sobald dieser Faktor an Bedeutung verliert, könnte sich wieder Normalität einstellen. Langfristig könnte der Euro bis auf 1,06 (die Trendlinie) fallen, doch der übergeordnete Aufwärtstrend bliebe weiterhin intakt.

Die Positionierung der roten und blauen Linien des Indikators signalisiert nach wie vor die Aufrechterhaltung eines bullischen Trends. In der letzten Berichts­woche verringerte sich die Zahl der Long-Positionen in der Gruppe „Non-commercial“ um 12.800, während die Zahl der Short-Positionen um 1.000 zurückging. Folglich sank die Netto-Position innerhalb nur einer Woche um 11.800 Kontrakte.

Analyse von EUR/USD im 1-Stunden-Chart

Im Stundenchart hat das Währungspaar EUR/USD nach dem Bruch der Trendlinie begonnen, einen neuen Abwärtstrend auszubilden. Neue Eskalationen im Nahen Osten, neue Schocks am Öl- oder Gasmarkt oder eine Ausweitung des Konflikts über den Nahen Osten hinaus könnten eine neue Welle von Dollar-Käufen auslösen, aber auch ohne diese Faktoren schlägt sich der Dollar derzeit gut.

Am 31. März identifizieren wir für den Handel die folgenden Niveaus: 1,1234, 1,1274, 1,1362, 1,1426, 1,1542, 1,1615–1,1625, 1,1657–1,1666, 1,1750–1,1760, 1,1830–1,1837 sowie die Senkou-Span-B-Linie (1,1525) und Kijun-sen (1,1539). Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte. Vergessen Sie nicht, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, wenn sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt. Dies schützt vor möglichen Verlusten, falls sich das Signal als falsch erweist.

Am Dienstag werden die Inflationsdaten für März in der Eurozone veröffentlicht, die zu Recht als der wichtigste Indikator des Tages gelten können. Ob der Markt jedoch darauf reagieren wird, ist fraglich. In Deutschland ist die Inflation bereits auf 2,7 % gestiegen, sodass wir wahrscheinlich ein ähnliches Wachstum im gesamten Euroraum sehen werden. Im April rechnen wir mit einer Straffung der Geldpolitik durch die EZB.

Handelsempfehlungen:

Am Dienstag können Trader Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb von 1,1426 festigt, mit einem Ziel bei 1,1362. Long-Positionen können mit Ziel 1,1525 eröffnet werden, wenn der Kurs bei 1,1426 nach oben abprallt.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, in deren Nähe eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
  • Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
  • Extremum-Niveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
  • Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
  • Indikator 1 in COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.

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