Das Währungspaar GBP/USD verzeichnete am Donnerstag ebenfalls einen starken Rückgang, ausgelöst durch Donald Trumps neue Drohungen gegenüber dem Iran. Den gesamten gestrigen Tag über gab es keinen makroökonomischen Hintergrund. Formal lässt sich nun eine Abwärtstrendlinie einzeichnen, die jedoch täglich angepasst werden muss. Der Kurs pendelt weiterhin mit relativ hoher Volatilität hin und her und reagiert auf jede Nachricht mit geopolitischem Bezug. Zudem reagieren die Trader selektiv auf Nachrichten. In der vergangenen Woche, von Dienstag bis Donnerstag, ignorierte der Markt Trumps Aussagen weitgehend, da er das Vertrauen in ihn verloren hatte. In dieser Woche jedoch scheint dieses Vertrauen aus unbekannten Gründen wiederhergestellt zu sein, was dazu führt, dass das GBP/USD-Paar erneut stark hin- und herschwankt. Heute werden in den USA wichtige Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenberichte veröffentlicht, die jede Art von Bewegung auslösen könnten.

Im 5-Minuten-Chart entstanden am Donnerstag drei Handelssignale. In der Nacht durchbrach das Paar den Bereich von 1,3259–1,3267, doch bis zur Eröffnung der europäischen Handelssitzung hatte sich der Kurs bereits zu weit vom Punkt der Signalentstehung entfernt. Das nächste Signal bildete sich beim Durchbruch des Bereichs 1,3203–1,3212, erwies sich jedoch als falsch. Während der amerikanischen Sitzung entstand im selben Bereich ein Kaufsignal, mit dem Einsteiger bis zu 10–20 Pips verdienen konnten.
Im Stundenchart wurde der letzte Aufwärtstrend im GBP/USD-Paar gebrochen. Es gibt keine grundlegenden Voraussetzungen für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, daher erwarten wir eine Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends von 2025 im Jahr 2026. Dafür ist jedoch nötig, dass sich die geopolitischen Spannungen in der Welt zu entspannen beginnen, da der Dollar derzeit ausschließlich aus geopolitischen Gründen gefragt ist.
Am Freitag können Einsteiger neue Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,3203–1,3212 festigt, mit einem Ziel bei 1,3096–1,3107. Ein Abprall vom Bereich 1,3203–1,3212 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267.
Im 5-Minuten-Chart sind aktuell folgende Kursmarken für den Handel relevant: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751. Heute stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen an, während in den USA die wichtigen Non-Farm-Payrolls und die Arbeitslosenquote veröffentlicht werden. Diese Daten können entweder eine starke Bewegung in beide Richtungen auslösen oder zu einer eher verhaltenen Marktreaktion führen.
Kursmarken von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Devisenmarkt sollten berücksichtigen, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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