Der USD/JPY-Wechselkurs verzeichnet im Zuge von Trumps Rede ein leichtes Plus. Dennoch steht die US-Währung weiterhin unter Druck, nachdem Berichte über eine mögliche Deeskalation zwischen den USA und dem Iran, einschließlich Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand, bekannt wurden.

Axios zufolge verhandeln die USA, Iran und regionale Vermittler über die Bedingungen einer möglichen 45-tägigen Waffenruhe, die ein Schritt zur Beendigung der Feindseligkeiten sein könnte. Reuters berichtet von einem zweiphasigen Waffenstillstandsplan, der möglicherweise bereits am Montag in Kraft treten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus einschließen könnte. Obwohl es weiterhin an endgültiger Klarheit über diese Initiativen fehlt, verbessert allein die Tatsache der diplomatischen Kontakte die globale Stimmung etwas und setzt den Dollar unter Druck. Für den Yen bleiben inflationsbedingte Risiken im Zusammenhang mit steigenden Ölpreisen ein Schlüsselfaktor.

Steigende Energiekosten könnten den Preisdruck in Japan verstärken und die Erwartungen weiterer gradueller Straffung durch die Bank of Japan stützen, auch wenn Japans Rolle als Nettoimporteur von Energie gleichzeitig Risiken für das Wirtschaftswachstum birgt. Der Markt preist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 70 % für eine Zinserhöhung auf der April-Sitzung ein, mit zwei weiteren Anhebungen bis zum Jahresende.
Ein weiterer begrenzender Faktor für das Wachstum von USD/JPY ist die Drohung einer Währungsintervention. Das Paar notiert weiterhin in der Nähe der Marke von 160,00, und die japanischen Behörden haben wiederholt ihre Bereitschaft betont, auf übermäßige Volatilität der Landeswährung zu reagieren. Dies hält einige Händler davon ab, aggressive Positionen einzugehen, die den Dollar gegenüber dem Yen weiter stärken würden.
In den USA haben sich die Erwartungen in Bezug auf die Fed deutlich verschoben: Anleger gehen nun davon aus, dass die Zinsen bis 2026 unverändert bleiben könnten, während der Markt zuvor in diesem Jahr mindestens zwei Senkungen erwartet hatte. Der ISM Services PMI für März, der bei 54 lag – nach 56,1 im Februar und unter der Konsensschätzung von 55 – lieferte einen zusätzlichen Referenzpunkt für die Marktteilnehmer.
Aus technischer Sicht liegt das Paar nahe am runden Niveau von 160,00, das den nächsten Zielbereich darstellt. Die Oszillatoren sind positiv und signalisieren einen Vorteil für die Bullen. Eine Kursunterstützung wurde an der 9‑Tage‑EMA gefunden, darunter verläuft die 20‑Tage‑SMA. Hält der Kurs diese Niveaus nicht, liegt die nächste Unterstützung bei 168,70, unterhalb derer die Kraft der Bullen nachzulassen beginnen dürfte. Ein Ausbruch über das runde Niveau von 160,00 hingegen würde das Paar dazu veranlassen, das Märzhoch ins Visier zu nehmen.
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