Der Test des Kurses bei 1,1552 fiel in eine Phase, in der der MACD-Indikator deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft. Der zweite Test bei 1,1552 fiel mit einem Aufenthalt des MACD im überverkauften Bereich zusammen, was zur Umsetzung des Szenarios Nr. 2 für einen Kauf führte und einen Anstieg des Paares um 20 Pips zur Folge hatte.
Der Euro schoss nach oben, während der US‑Dollar deutlich nachgab, nachdem Donald Trump – der zuvor mit kämpferischen Äußerungen über die Zerstörung des Iran aufgefallen war – seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand in dem Konflikt mit diesem Land signalisierte. Der US‑Präsident erklärte, er sei zu Verhandlungen bereit, sofern der Iran die Straße von Hormus freigibt. Trumps erklärte Gesprächsbereitschaft schafft günstige Voraussetzungen für eine Entspannung in der Region, auch wenn wir inzwischen daran gewöhnt sind, dass der amerikanische Präsident seine Meinung jederzeit ändern kann. Daher ist bei aktuellen Euro‑Käufen „auf dem Hype“ Vorsicht geboten.
In der ersten Tageshälfte wird ein Schlüsselmoment die Veröffentlichung der Daten zu den Veränderungen bei den deutschen Industrieaufträgen sein. Ein deutlicher Anstieg der Aufträge kann die Position des Euro stärken, da er auf eine Erholung des verarbeitenden Gewerbes hindeutet, während enttäuschende Zahlen eine Korrekturbewegung auslösen könnten. Gleichzeitig werden Daten zu den Veränderungen im Einzelhandelsumsatz in der Eurozone erwartet. Dieser Indikator spiegelt direkt die Konsumaktivität und damit die Binnennachfrage im Währungsraum wider.
Von nicht geringerer Bedeutung wird die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (PPI) für die Eurozone sein. Die Entwicklung des PPI kann die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank in Bezug auf die künftige Geldpolitik beeinflussen, was sich wiederum auf den Euro auswirkt.
Für die Intraday‑Strategie werde ich den Schwerpunkt stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 legen.
Szenario Nr. 1: Heute werde ich den Euro zu einem Kurs um 1,1728 (grüne Linie im Chart) kaufen, mit einem Kursziel von 1,1780. Bei 1,1780 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und den Euro außerdem in Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Ein kräftiger Anstieg des Euro ist weiterhin zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1685 zweimal in Folge testet und sich der MACD-Indikator dabei im überverkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzt und eine Aufwärtsumkehr am Markt ausgelöst. Ein Anstieg in Richtung der Widerstandsniveaus bei 1,1728 und 1,1780 ist möglich.
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, sobald er das Niveau von 1,1685 (rote Linie im Chart) erreicht. Das Kursziel liegt bei 1,1647, wo ich den Markt verlassen und sofort in Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute nur dann zurückkehren, wenn Trump seine Meinung ändert. Wichtig! Vor dem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1728 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator dabei im überkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzt und eine Abwärtsumkehr am Markt ausgelöst. Ein Rückgang zu den Unterstützungsniveaus bei 1,1685 und 1,1647 ist zu erwarten.

Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Am besten ist es, vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten nicht im Markt engagiert zu sein, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren – insbesondere, wenn Sie kein Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan, wie der oben dargestellte, entscheidend. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.
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