Am Donnerstag hatte das Währungspaar USD/JPY Mühe, seine leichten Gewinne angesichts eines schwächeren US-Dollars zu behaupten und notierte unter der wichtigen psychologischen Marke von 159,00.

Der US Dollar Index (DXY), der die Entwicklung des Dollars gegenüber einem Währungskorb abbildet, notiert in der Nähe seines niedrigsten Stands seit Anfang März. Dies geschieht vor dem Hintergrund positiver Erwartungen an ein dauerhaftes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, was zur optimistischen Stimmung an den Märkten beiträgt. Darüber hinaus hat der US-Präsident Donald Trump die Auffassung geäußert, dass der Konflikt mit dem Iran sich seinem Ende nähert. Diese Entwicklungen setzen den Dollar unter Abwärtsdruck, was sich wiederum belastend auf das Währungspaar USD/JPY auswirkt.

Unterdessen verhindern Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung größere Schwankungen der Ölpreise und halten sie in der Nähe des am Vortag erreichten Dreiwochentiefs. Dies mildert wiederum Inflationssorgen, verringert die Erwartungen an eine aggressive Geldpolitik der Federal Reserve und setzt den Dollar zusätzlich unter Druck.
Der japanische Yen erhält hingegen etwas Unterstützung durch Spekulationen über eine mögliche Intervention der Behörden zur Eindämmung der Abschwächung der Landeswährung, was ebenfalls zu einem Rückgang von USD/JPY beiträgt.
Allerdings könnten wirtschaftliche Bedenken im Zusammenhang mit der Instabilität in der Straße von Hormus eine deutliche Aufwertung des Yen begrenzen. Japan ist in hohem Maße von Energieimporten aus der Region abhängig, und eine vom US-Militär eingeleitete Blockade, welche die Schifffahrt von und nach Iran einschränkt, könnte die ohnehin schon angespannten Ölversorgungen weiter erschweren. Dies schürt Zweifel an der kurzfristigen wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit Japans, was Yen-Gewinne dämpfen und die Niveaus von USD/JPY stützen könnte.
In einem breiteren Kontext haben sich die Spotpreise im vergangenen Monat in einer bekannten Handelsspanne bewegt. Dies deutet darauf hin, dass anhaltende Verkäufe erforderlich sind, bevor Trader beginnen, sich auf die jüngsten Korrekturen rund um die Marke von 160,00 einzustellen – das höchste Niveau seit Juli 2025, das im vergangenen Monat erreicht wurde. Die Oszillatoren bleiben positiv, doch die Bullen haben den 20‑Tage‑SMA bislang noch nicht überwunden; erst danach würden sie einen stärkeren Vorteil erlangen. Gleichzeitig ist anzumerken, dass alle wichtigen gleitenden Durchschnitte nach oben tendieren, was auf einen insgesamt positiven Bias für das Währungspaar hindeutet.
In Abwesenheit wichtiger US-Makrodaten mit Markteinfluss könnten die Reden führender Mitglieder des FOMC dem Dollar und dem Währungspaar USD/JPY zusätzlichen Auftrieb verleihen.
Die Tabelle unten zeigt die prozentuale Veränderung des japanischen Yen gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag. Der Yen verzeichnete die stärksten Zugewinne gegenüber dem US-Dollar.
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