Der Euro, das Pfund und andere risikobehaftete Anlagen setzten ihre Talfahrt gegenüber dem US‑Dollar fort, da sich die Lage im Nahen Osten weiterhin nicht verbessert.
Die gestern veröffentlichten starken Daten, die im April auf ein Wachstum der Industrie- und Dienstleistungsaktivitäten in den USA hinweisen, stützten den US‑Dollar zusätzlich. Die von S&P Global veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigten ein kräftiges Wachstum und übertrafen die Erwartungen der Ökonomen. Dies signalisiert eine anhaltend hohe Konsumnachfrage sowie Vertrauen auf Unternehmensseite.
Heute Vormittag stehen wichtige deutsche Konjunkturdaten im Mittelpunkt. Die besondere Aufmerksamkeit von Händlern und Analysten gilt der Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindex. Dieser Indikator gilt traditionell als eine der zentralen Messgrößen für Verbraucherstimmung und Konsumbereitschaft und beeinflusst damit die wirtschaftliche Aktivität in der größten Volkswirtschaft der Eurozone erheblich. Die Erwartungen an den heutigen Bericht sind recht niedrig; fallen die Daten schwach aus, könnte der Druck auf den Euro rasch zurückkehren.
Beim Pfund richtet sich der Blick am Vormittag auf die Einzelhandelsdaten der Confederation of British Industry (CBI). Der CBI Retail Sales Index fungiert als Frühindikator, der die Erwartungen der Einzelhändler hinsichtlich des kurzfristigen Umsatzvolumens widerspiegelt. Er basiert auf Umfragen unter Vertretern des Einzelhandels und liefert Einblicke in die Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen. Die Ergebnisse dieses Berichts können den Wechselkurs des britischen Pfunds beeinflussen, allerdings vor allem dann, wenn die Daten deutlich von den Prognosen abweichen. Schwache Zahlen, die auf eine Abschwächung der Einzelhandelsumsätze hindeuten, könnten Sorgen über die Aussichten der britischen Wirtschaft schüren und das Pfund zusätzlich unter Druck setzen.
Entsprechen die Daten in etwa den Erwartungen der Ökonomen, bietet sich ein Vorgehen auf Basis einer Mean-Reversion-Strategie an. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen ab, kann eine Momentum-Strategie der geeignetere Ansatz sein.
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