Analytical Reviews

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EUR/USD: 28. April – Die wichtigsten Ereignisse stehen noch bevor
04:06 2026-04-28 UTC--4

Das Währungspaar EUR/USD kehrte am Montag auf das 50,0%-Retracement-Niveau bei 1,1745 zurück, prallte davon ab und drehte zugunsten des US-Dollars. Somit könnte die Abwärtsbewegung heute in Richtung des 38,2%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1666 anhalten. Eine Konsolidierung oberhalb der Marke von 1,1745 würde den Euro begünstigen und eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends in Richtung des 61,8%-Retracement-Niveaus bei 1,1824 unterstützen.

Die Wellenstruktur im Stundenchart gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat sechs vorherige Hochs durchbrochen, während die jüngste Abwärtswelle nicht in die Nähe des vorherigen Tiefs gelangt ist. Ein vorübergehender Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat die Bullen unterstützt und ihnen ermöglicht, eine starke Aufwärtswelle auszubilden. Somit ist der aktuelle Trend bullisch. Kurzfristig könnte sich der geopolitische Hintergrund wieder eintrüben, was die bärische Stimmung verstärken würde. Um den Aufwärtstrend zu brechen, wären nun jedoch zwei Abwärtswellen oder ein Rückgang unter das Tief vom 6. April erforderlich.

Am Montag beschränkte sich der Konjunkturkalender auf einen einzigen Bericht, der zunächst kaum Beachtung fand. Der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland wurde veröffentlicht und fiel schwächer aus als die ohnehin schon verhaltenen Prognosen. In der ersten Tageshälfte zeigte der Euro jedoch keine Schwäche, und in der zweiten Tageshälfte gab er zwar nach, jedoch offensichtlich nicht aufgrund des GfK-Index. Somit gab es am Montag keine wichtigen Nachrichten, und die Marktteilnehmer verharren weiterhin in einer Wartestellung. In dieser Woche stehen bedeutsame Veröffentlichungen an (BIP für das 1. Quartal, Inflationsdaten, ISM-Index) sowie Sitzungen der Federal Reserve, der ECB und der Bank of England. Die wichtigsten Ereignisse dieser Woche liegen also noch vor uns. Es wird zahlreiche Impulse geben, und die Händler sollten nicht vergessen, dass die Geopolitik nach wie vor täglich eine wichtige Rolle für die Marktstimmung spielt. Aktuell gibt es keine größeren Neuigkeiten, doch mit neuen Entwicklungen ist zu rechnen, da der Konflikt im Nahen Osten nicht dauerhaft eingefroren bleiben kann und zu einem logischen Ergebnis führen dürfte.

Im 4-Stunden-Chart drehte das Währungspaar zugunsten des Euro und konsolidierte sich oberhalb des 61,8%-Fibonacci-Levels bei 1,1706. Damit kann die Aufwärtsbewegung in Richtung des nächsten Korrekturlevels von 50,0% bei 1,1778 anhalten. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1706 würde wiederum den US-Dollar begünstigen und eine Fortsetzung des Rückgangs in Richtung des 76,4%-Korrekturlevels bei 1,1617 erwarten lassen. Aktuell sind auf keinem der Indikatoren neue Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT)-Report:

In der letzten Berichtswoche eröffneten professionelle Händler 2.768 Long-Positionen und schlossen 12.538 Short-Positionen. Über einen Zeitraum von sieben Wochen ist der zuvor bestehende bullische Vorteil zwar verschwunden, doch die letzten zwei Wochen zeigen, dass die Bullen ihre Kaufaktivität wieder aufgenommen haben. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich nun auf 217.000, während die Short-Positionen 176.000 betragen. Die Lücke weitet sich damit erneut zugunsten des Euro aus.

Langfristig zeigen die maßgeblichen Marktteilnehmer weiterhin starkes Interesse am Euro. Allerdings beeinflussen globale Ereignisse, die in den vergangenen Jahren zahlreich waren, nach wie vor die Anlegerstimmung. Insbesondere bleibt die Aufmerksamkeit des Marktes auf den Nahen Osten gerichtet, wo der Krieg nur unterbrochen, aber nicht beendet wurde. Daher werden sich die Wechselkurse von Euro und US-Dollar in der näheren Zukunft weniger an der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB beziehungsweise an Konjunkturdaten orientieren, sondern vielmehr an den Entwicklungen im Iran.

Konjunktur- und Nachrichtenterminplan für die USA und die Eurozone:

  • USA – ADP-Beschäftigungsveränderung (12:15 UTC).
  • Eurozone – Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde (18:30 UTC).

Am 28. April enthält der Wirtschaftskalender zwei Ereignisse von untergeordneter Bedeutung. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung dürfte am Dienstag entsprechend sehr begrenzt bleiben.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Verkaufspositionen waren bei einem Rückprall vom Niveau bei 1,1745 im Stundenchart mit Ziel bei 1,1666 möglich. Diese Positionen können auch heute noch gehalten werden. Sollte der Kurs sich unterhalb von 1,1666 festigen, können Positionen mit einem Ziel bei 1,1568 weiter gehalten werden. Kaufpositionen werden bei einem Schlusskurs oberhalb von 1,1745 mit Ziel bei 1,1824 empfohlen oder bei einem Rückprall vom Niveau bei 1,1666.

Die Fibonacci-Retracement-Niveaus sind im Stundenchart von 1,2082–1,1410 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 eingezeichnet.

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