Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Freitag fort und verzeichnete damit den vierten Rückgang in Folge. In der vergangenen Woche bewegte sich der Euro nur in eine Richtung – nach unten. In unseren fundamentalen Artikeln haben wir alle Ereignisse analysiert, die eine solche Bewegung ausgelöst haben könnten, und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Hauptgrund weiterhin in der Geopolitik liegt. Der Markt hatte den Dollar etwa einen Monat lang vor dem Hintergrund des Optimismus über ein mögliches Abkommen zwischen Iran und den USA verkauft. Doch nach einem Monat wird nun klar, dass kein Abkommen in Sicht ist und dass Teheran und Washington offenbar noch weiter auseinanderdriften. Damit ist der Optimismus verflogen, und der Markt richtet sein Interesse erneut auf sichere Häfen und Währungen, in Erwartung einer Wiederaufnahme der Kriegshandlungen im Nahen Osten. So stellen wir die Lage dar. Natürlich darf man auch nicht außer Acht lassen, dass die Wahrscheinlichkeit für wenigstens eine weitere Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve ebenfalls steigt, was den US‑Dollar zusätzlich stützt. Technisch betrachtet besteht zwar immer noch ein Aufwärtstrend mit einer Trendlinie, doch wenn der Markt nicht bald einen neuen „Silberstreif am Horizont“ erhält, könnten wir einen stärkeren Rückgang des Währungspaars sehen.

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag zwei sehr ordentliche Handelssignale. Zu Beginn der europäischen Handelssession durchbrach das Paar den Bereich von 1,1655–1,1666 und drehte kurz vor Beginn der amerikanischen Session erneut von diesem Bereich nach unten. Somit konnten Anfänger:innen zwei Short-Positionen eröffnen, von denen eine etwa 20 Pips Gewinn einbrachte.
Im Stundenchart ist der Aufwärtstrend nach wie vor intakt, aber der Euro befindet sich nun schon seit einigen Wochen in einer Korrektur. Die US-Währung hat ihren Anstieg wieder aufgenommen, da der Konflikt im Nahen Osten kurz vor einer Eskalation steht; dennoch rechnen wir nicht mit einem deutlichen, langfristigen Wachstum des US-Dollar. Der Markt ignoriert weiterhin weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie.
Am Montag können Anfänger:innen Short-Positionen mit Kursziel 1,1584–1,1591 eröffnen, falls der Kurs erneut vom Bereich 1,1655–1,1666 nach unten abprallt. Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs vom Bereich 1,1584–1,1591 nach oben abprallt, mit Ziel 1,1655–1,1666.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Niveaus beachtet werden: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Montag sind die Terminkalender sowohl für die Eurozone als auch für die USA völlig leer, und am Wochenende gab es keine neuen geopolitischen Nachrichten. Daher ist mit einem „langweiligen Montag“ zu rechnen.
Kursniveaus (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen dienen oder als Quellen von Signalen fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und verdeutlichen, in welche Richtung aktuell bevorzugt gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger:innen im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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