Für Dienstag, den 26. Mai, sind keine makroökonomischen Berichte vorgesehen. Daher wird das einzige Thema an den Märkten heute der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA sein, der bislang weder von Teheran noch durch konkrete Fakten bestätigt wurde. Sollten sich die Aussagen von Donald Trump über die Nähe eines Abkommens bewahrheiten, könnte dies einen Ausverkauf des Dollars auslösen. Derzeit haben es die Händler jedoch nicht eilig, sich von der US-Währung zu trennen, da der Chef des Weißen Hauses wiederholt Informationen geliefert hat, die sich später als falsch erwiesen.

Unter den fundamentalen Ereignissen für den Dienstag gibt es ebenfalls nichts Bemerkenswertes. Die Markterwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der Federal Reserve sind zuletzt „hawkisher“ geworden, allerdings ist derzeit höchstens von einer einzigen Straffung gegen Ende des Jahres die Rede. Die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sind derzeit widersprüchlich. Einerseits zieht die Inflation an, andererseits zeigt die Wirtschaft der EU Anzeichen einer Abschwächung. Eine Zinserhöhung im Juni schien vor ein paar Wochen noch gesetzt, doch inzwischen kommen Zweifel an der Bereitschaft der EZB auf, aggressive, klar „hawkishe“ Maßnahmen zu ergreifen.
Der geopolitische Hintergrund hat sich in der vergangenen Woche etwas aufgehellt, allerdings sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Trumps Aussagen wiederholt widerlegt wurden und sich die Rhetorik des US-Präsidenten mehrmals am Tag ändern kann. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran wurden wieder aufgenommen, und nach Aussage des US-Präsidenten „verlaufen sie sehr erfolgreich“. Man sollte jedoch bedenken, dass Trump auch in der Vergangenheit schon Durchbrüche bei Verhandlungen verkündet hat. Das hält ihn nicht davon ab, Iran bereits am nächsten Tag mit neuen Raketenangriffen zu drohen. Aus Iran selbst gibt es keine Bestätigungen erfolgreicher Diplomatie. Am Wochenende tauchten Informationen auf, wonach in den kommenden Tagen ein Rahmenabkommen unterzeichnet werden könnte, doch erneut stammt diese Information von Trump …
Am zweiten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare eher träge handeln, sofern keine neuen Meldungen zum Konflikt und zu einer Waffenruhe im Nahen Osten erscheinen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3456–1,3476 gehandelt werden kann. Die Geopolitik bleibt der wichtigste Einflussfaktor am Devisenmarkt.
Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Signalquellen fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und anzeigen, in welche Richtung das Handeln derzeit vorzuziehen ist.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
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