Für Montag sind mehrere makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Wenn wir alle zweitrangigen Berichte ausblenden, bleiben als zentrale Veröffentlichungen die Einzelhandelsumsätze der Eurozone und der ISM Services PMI in den USA, der monatlich publiziert wird und als wichtiger gilt als die S&P-Indizes. Daher könnte der Markt am Nachmittag lebhafter werden, allerdings dürfte dies weder lange anhalten noch besonders stark ausfallen. Wir können mit etwa einer Stunde emotionaler Ausschläge rechnen, nach der der Markt voraussichtlich wieder in einen ruhigeren Zustand zurückkehrt.

Unter den fundamentalen Ereignissen am Montag stechen die Reden der Vertreter der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde, Isabel Schnabel und Philip Lane hervor. Allerdings ist zu beachten, dass die Inflation im Euroraum per Juni auf 2,8 % zurückgegangen ist, und man kann nicht sagen, dass dieser Rückgang durch die Zinserhöhung der EZB auf ihrer letzten Sitzung verursacht wurde. Es ist noch zu wenig Zeit vergangen, als dass die Wirtschaft auf die Straffung der Geldpolitik hätte reagieren können. Daher wird die EZB ganz sicher keine Eile haben, die Zinsen erneut anzuheben. Die Inflation kann vor dem Hintergrund fallender Energiepreise auch eigenständig weiter zurückgehen.
Der geopolitische Hintergrund bleibt unverändert „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet; viele wichtige Fragen sind jedoch weiterhin ungelöst. Insbesondere die „Nuklearfrage“, der Krieg zwischen Libanon und Israel sowie der Status der Straße von Hormus. Theoretisch könnte der Markt die Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges fürchten, doch es gibt offensichtlich nicht genügend Gründe dafür, dass der US‑Dollar weiter stark nachgefragt bleibt. Schließlich bewegen sich Teheran und Washington weiterhin auf Gleisen, die in Richtung Frieden führen, und die Verhandlungen dauern an, auch wenn niemand erwartet, dass sie schnell und einfach verlaufen.
Am ersten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare über weite Teile des Tages sehr träge notieren. Lediglich der ISM‑Index in den USA könnte den Markt beleben. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1420–1,1432 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Mit starken Bewegungen und hoher Volatilität ist heute eher nicht zu rechnen.
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long‑ oder Short‑Positionen oder stellen Signalquellen dar.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Einsteiger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Money‑Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
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