Das Währungspaar GBP/USD notierte am Montag schwächer und bleibt insgesamt ein Paar, das sich bewegt, anstatt zu stagnieren. Der US‑Dollar erhielt am Montag Rückenwind vom Markt, da geopolitische Entwicklungen die Händler erneut in sichere Häfen trieben. Natürlich gibt es inzwischen keine großangelegte Kapitalflucht aus dem Nahen Osten mehr, da wohl alle Investoren, die fliehen wollten, dies bereits getan haben. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass sich die Lage rund um die Straße von Hormus erneut verschlechtert und Teheran und Washington sich nicht einmal auf ein neues Treffen für Gespräche einigen können, geschweige denn auf etwas Substanzielleres. Somit deutet vieles darauf hin, dass der Konflikt andauern und uns noch lange beschäftigen wird. Der Ölpreis steigt bereits seit mehreren Tagen in Folge und hat inzwischen 85 US‑Dollar je Barrel erreicht. Es ist wahrscheinlich, dass er seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Das britische Pfund hat sich in den vergangenen Wochen zwar recht gut entwickelt, doch nun ist die Zeit für eine Korrektur gekommen.
Aus technischer Sicht ist das britische Pfund für einen kurzfristigen Rückgang positioniert. Die aufsteigende Trendlinie wurde durchbrochen, und der Kurs wird derzeit nur noch von der Senkou-Span‑B‑Linie gestützt. Sollte auch diese Linie gebrochen werden, dürfte die Abwertung der britischen Währung anhalten. Im mittelfristigen Bild rechnen wir jedoch weiterhin mit Aufwärtsbewegungen innerhalb eines Seitwärtskanals auf höheren Zeitebenen.
Im 5‑Minuten‑Chart wurden am Montag einige Handelssignale generiert, doch aufgrund der geringen Volatilität waren sie insgesamt wenig überzeugend. In der ersten Tageshälfte prallte der Kurs zweimal vom Bereich 1,3369–1,3385 nach oben ab, konnte jedoch keinen nennenswerten Fortschritt erzielen. In der zweiten Tageshälfte befestigte sich das Paar unterhalb des Bereichs 1,3369–1,3377, und bis zum Tagesende hatte es lediglich um 10–15 Pips nachgegeben. Die Marktbewegungen bleiben ausgesprochen schwach, was derzeit das Hauptproblem darstellt.

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass nicht-kommerzielle Händler den Markt seit mehreren Monaten mit Verkäufen dominieren. Die Netto-Position ist negativ, obwohl der langfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt ist. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es nicht überraschend, dass die Nachfrage nach Risikowährungen verhalten bleibt. Der Krieg ist formell beendet, doch der Konflikt besteht fort. Gerade diese geopolitischen Faktoren könnten die Nachfrage nach dem US-Dollar kurzfristig stützen. Dennoch ist nicht mit einem deutlichen Rückgang des Währungspaares zu rechnen, sofern es sich nicht unterhalb der Trendlinie konsolidiert.
Langfristig wird der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter an Wert verlieren, was im Wochenchart (Abbildung oben) deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und Trumps Politik zielt darauf ab, die amerikanische Währung sowohl direkt als auch indirekt zu schwächen. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt bestehen, was durch die Trendlinie bestätigt wird. Der Kurs hat diese Linie kürzlich getestet und ist davon nach oben abgeprallt. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 7. Juli) hat die Gruppe der „Non-commercial“ 7.400 Kaufkontrakte eröffnet und 6.800 Verkaufsverträge geschlossen. Damit hat sich die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler innerhalb einer Woche um 14.200 Kontrakte erhöht, was die Gesamtstimmung der professionellen Marktteilnehmer jedoch nicht entscheidend verändert.

Im Stundenchart könnte das Währungspaar GBP/USD einen neuen Abwärtstrend oder zumindest eine Korrektur einleiten. Der Markt hat in letzter Zeit die meisten fundamentalen, geopolitischen und makroökonomischen Ereignisse weitgehend ignoriert, während das Paar sich im Tageschart von der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange in Richtung der oberen Begrenzung bewegt hat. Daher rechnen wir mittelfristig weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung. Kurzfristig könnte der Dollar jedoch durch geopolitische und damit verbundene Faktoren Unterstützung erhalten.
Für den 14. Juli heben wir die folgenden wichtigen Marken hervor: 1,3042–1,3050, 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3331) und die Kijun-sen-Linie (1,3385) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, Stop-Loss-Orders auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Für Dienstag ist eine Rede des Vorsitzenden der Bank of England, Andrew Bailey, vorgesehen; in den USA werden Inflationsdaten veröffentlicht, zudem hält der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, eine Anhörung im Kongress. Alle drei Ereignisse sind bedeutend, insbesondere der Inflationsbericht, der die künftigen Maßnahmen der amerikanischen Notenbank bestimmen wird.
Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel auf die Senkou-Span-B-Linie in Betracht ziehen, falls das Paar den Bereich 1,3369–1,3377 von unten testet und nach unten abprallt oder die Senkou-Span-B-Linie nach unten durchbricht. Long-Positionen können bei einem Abprall von der Senkou-Span-B-Linie mit Zielen im Bereich von 1,3369–1,3385 eröffnet werden.
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