Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Aufwärtstrend im Handel am Donnerstag fort, blieb über 1,1665 und zeigte in der Nacht auf Freitag weiteres Aufwärtspotenzial. Insgesamt ist das aktuelle technische Bild für einen starken Trend recht unspektakulär: kräftiger Anstieg, minimale Korrektur und anschließender neuer Anstieg. Es ist bemerkenswert, dass der Euro unter den aktuellen Umständen sogar ohne lokale Unterstützung durch Nachrichten, Ereignisse oder Daten zulegen kann. Die Aufwärtsbewegung kann also ohne erkennbaren unmittelbaren Auslöser andauern. Dennoch gibt es tatsächlich Gründe dafür. Und viele davon – und sie sind gewichtig. Wir haben wiederholt eine Reihe von Faktoren aufgeführt, die den US-Dollar weiterhin stark unter Druck setzen werden, lassen sich aber im Kern auf einen Punkt verdichten: die Politik von Donald Trump. Der US-Präsident braucht einen schwachen Dollar, starkes Wirtschaftswachstum und eine lockere Geldpolitik der Federal Reserve. All diese Faktoren tragen zur Schwächung der US-Währung bei. Es ist wenig sinnvoll, weitere wichtige Gründe einzeln aufzuzählen. Im Jahr 2026 hatte der Dollar einen stützenden Faktor – die Geopolitik. Doch dieser kann die US-Währung nicht dauerhaft gegen alle anderen Einflüsse absichern.

Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort. Angesichts aller jüngsten Ereignisse gehen wir davon aus, dass der Euro seinen entschlossenen Anstieg auch ohne lokale Unterstützung fortsetzen dürfte. In den vergangenen Monaten hat der Markt viele Faktoren zugunsten des Euro hartnäckig ignoriert, weshalb wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung rechnen.
Am Freitag können unerfahrene Trader Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1584–1,1594 in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,1584–1,1594 fest etabliert. Long-Positionen können nach einem Ausbruch über den Bereich 1,1655–1,1665 eröffnet bzw. gehalten werden, mit Zielen bei 1,1745–1,1754.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Freitag werden in der Eurozone, in Deutschland und in den USA Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den Fertigungssektor veröffentlicht. Die US-Daten können weitgehend ausgeblendet werden, während die europäischen Zahlen eine leichte Marktreaktion auslösen könnten.
Unterstützungs- und Widerstandsbereiche (Preisniveaus) dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder als Quellen von Handelssignalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (gemäß Wirtschaftskalender) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung besonders vorsichtig agieren oder den Markt vorübergehend verlassen, um abrupte Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
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