Für Mittwoch sind mehrere makroökonomische Veröffentlichungen angesetzt. Im Mittelpunkt steht der britische Inflationsbericht, der die Stimmung der Bank of England morgen und für den Rest des Jahres beeinflussen wird. Steigt die Inflation, wird die BoE gezwungen sein, mit einer strafferen Geldpolitik zu reagieren. Allerdings könnte der Markt diesem Bericht wenig Beachtung schenken, da am Abend die Sitzung der Federal Reserve stattfindet, die offensichtlich wichtiger ist als die BoE-Sitzung. Ebenfalls werden heute der Industrieproduktionsbericht für den Euroraum sowie die Daten zum US-Einzelhandel veröffentlicht, doch der Markt dürfte auch diese Veröffentlichungen kaum beachten.

Unter den fundamentalen Ereignissen am Mittwoch stechen die Fed-Sitzung, die Dot-Plot-Prognosen und die Pressekonferenz von Chair Kevin Warsh hervor. Der Markt zweifelt nicht an einer Zinserhöhung im September, doch diese Entscheidung ist bereits eingepreist. Daher wird der kurzfristige Weg des Dollar von Warshs Kommentaren und den Dot-Plot-Projektionen abhängen. Zur Erinnerung: Der Dot Plot spiegelt die Erwartungen der FOMC-Mitglieder für den Leitzins in den kommenden drei Jahren wider. In Verbindung mit Warshs Äußerungen wird es wichtig sein zu verstehen, ob die Fed beabsichtigt, einen vollständigen Straffungszyklus zu beginnen oder sich auf eine einmalige vorsorgliche Anhebung beschränkt.
Der geopolitische Hintergrund bleibt angespannt. Die USA und Iran verhandeln derzeit nicht; die Straße von Hormus bleibt vollständig oder teilweise blockiert, von Iran unterstützte jemenitische Huthi halten eine Blockade gegen Saudi-Arabien aufrecht und greifen dessen Einrichtungen aktiv an. Donald Trump hat eine beispiellose wirtschaftliche Operation vorgeschlagen, um Iran zu „zerstören“, und mit Sanktionen gegen alle Länder gedroht, die mit Iran interagieren. Bislang hat niemand Trumps Plan zur Zerstörung Irans unterstützt, und ob er umgesetzt wird, ist unklar. Der Konflikt dauert an, die Meerenge von Bab al-Mandab ist von einer Blockade bedroht, und die Ölpreise steigen.
Am dritten Handelstag der Woche dürften Währungspaare erneut unter Druck geraten. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1527–1,1531 gehandelt werden, das Pfund aus dem Bereich 1,3456–1,3476. Die Abwärtskorrektur beim Euro und beim Pfund könnte in dieser Woche abgeschlossen werden, da die Händler die „falkenhafte“ Entscheidung der Fed im Wesentlichen bereits eingepreist haben.
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für den Einstieg in Kauf- oder Verkaufstrades oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorherigen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
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