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Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 27. Februar? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger
23:40 2026-02-26 UTC--5

Handelsanalyse vom Donnerstag:

1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Donnerstag eine unerwartete Bewegung. An diesem Tag fehlte sowohl der makroökonomische als auch der fundamentale Hintergrund, doch gleichzeitig durchbrach der Kurs den Abwärtskanal mindestens zweimal, was dem Paar weiteres Wachstum ermöglichte. Allerdings fand der Markt, wie so häufig in letzter Zeit, erneut einen Anlass, US-Dollar zu kaufen. Bis Donnerstagabend wurde bekannt, dass eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA ergebnislos geblieben war. Teheran lehnte Washingtons Nuklearabkommen ab, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Intervention der USA auf nahezu 100 % anstieg. Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen wertete der Dollar erneut auf. Zusätzlich begann Pakistan gestern mit militärischen Aktionen gegen Afghanistan, was die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter erhöhte – zu denen der Dollar, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen, weiterhin gezählt werden kann. Wie wir sehen, wird die US-Währung derzeit ausschließlich von der Geopolitik gestützt, wobei selbst dieser Faktor ein Ablaufdatum hat.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart bildete sich am Donnerstag ein Handelssignal, auf das unerfahrene Trader hätten reagieren können. In der frühen asiatischen Sitzung prallte der Kurs von der Zone 1,1830–1,1837 ab, doch zum Beginn der europäischen Sitzung hatte sich der Preis kaum von dem Punkt entfernt, an dem das Signal entstanden war. Somit hätte eine Short-Position eröffnet werden können. Das nächste Zielgebiet bei 1,1745–1,1754 wurde zwar nicht erreicht, aber Trader konnten ihre Positionen bis zum Abend manuell mit Gewinn schließen.

Wie man am Freitag handelt:

Auf dem Stunden-Chart wurde der Abwärtstrend aufgehoben, da sich der Kurs oberhalb des fallenden Kanals etabliert hat. Anfang 2026 hat sich der langfristige Aufwärtstrend wieder fortgesetzt, daher erwarten wir einen neuen mittelfristigen Anstieg des Euro. Das grundlegende Umfeld bleibt für die US-Währung insgesamt sehr schwierig, weshalb wir eine weitere Aufwärtsbewegung voll unterstützen.

Am Freitag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls der Kurs von der Zone 1,1830–1,1837 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754. Eine Kursbestätigung oberhalb der Zone 1,1830–1,1837 ermöglicht das Eröffnen von Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1899–1,1908.

Auf dem 5-Minuten-Chart sind folgende Marken zu beachten: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1550, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056 und 1,2092–1,2104. Am Freitag veröffentlicht Deutschland Inflationsdaten, Arbeitslosenzahlen und Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. In den USA wird der Erzeugerpreisindex (PPI) veröffentlicht. Wir rechnen nicht mit einer starken Marktreaktion auf diese Daten, da derzeit geopolitische Faktoren für den Markt im Vordergrund stehen.

Wichtigste Regeln des Handelssystems:

  1. Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abprall oder Durchbruch des Niveaus). Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
  2. Wenn rund um ein bestimmtes Kursniveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
  3. In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale erzeugen oder überhaupt keine Signale liefern. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
  4. Trades werden in der Zeit zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.
  5. Auf dem Stunden-Chart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
  6. Wenn zwei Kursniveaus sehr nah beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
  7. Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.

Was auf den Charts zu sehen ist:

  • Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Zielmarken für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
  • Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
  • Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
  • Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
  • Einsteiger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und ein solides Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.

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