Analytical Reviews

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Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 12. März. Welche Bedeutung haben die US-Inflations- und Arbeitsmarktberichte?
22:55 2026-03-11 UTC--4

Das Währungspaar GBP/USD tendierte am Mittwoch zu einem Rückgang, bedingt durch das Ausbleiben einer echten Deeskalation im Konflikt im Nahen Osten. Der Iran vermint aktiv die Straße von Hormus, die USA greifen Zerstörer an, Teheran droht mit der Vernichtung der USA, und Washington gelobt, den Iran auszuschalten. Wo ist hier eine Deeskalation zu erkennen? Zu Beginn der Woche hatte Donald Trump den Märkten jedoch Hoffnung gemacht – eine Hoffnung, die sich so bald wohl kaum erfüllen dürfte.

Dennoch sollten wir uns nicht ausschließlich auf die Geopolitik konzentrieren. Gestern wurde der US-Inflationsbericht veröffentlicht, in der vergangenen Woche kamen die Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit, und in der Woche davor erschien der Bericht zum BIP des vierten Quartals. Trotz des schwachen Abschneidens nahezu aller Schlüsselindikatoren steigt der Dollar weiter. Das wirft die Frage auf: Haben makroökonomische Daten überhaupt noch Einfluss auf den Dollar?

Die Antwort ist komplex. Ja und nein. Berichte, die klar für eine Schwächung der US‑Währung sprechen, werden vom Markt schlicht ignoriert. Dagegen werden Daten, die den Dollar stützen, durchaus eingepreist. Dieses Muster ist nicht nur in den letzten zehn Tagen zu beobachten; der Markt hat auch zuvor bereits auf viele makroökonomische Veröffentlichungen in ähnlicher Weise reagiert. Der Grund: Geopolitik wiegt aktuell schwerer als konjunkturelle Faktoren. Investoren fliehen aus Risikoanlagen und aus der Region des Persischen Golfs, in der Milliarden und Billionen von Öldollars konzentriert sind; dadurch steigt die Nachfrage nach der US‑Währung einfach weiter – ungeachtet der Tatsache, dass der US‑Arbeitsmarkt erneut geschwächelt hat, die Arbeitslosigkeit gestiegen ist und die amerikanische Wirtschaft in ihrem vermeintlichen „Goldenen Zeitalter“ eher mittelmäßige Ergebnisse vorweist. Die von Trump eingeführten Zölle wurden kassiert und für rechtswidrig erklärt, während die Gesamtinflation sinkt und damit die Wahrscheinlichkeit weiterer Lockerungsschritte der Fed erhöht.

Tatsächlich könnte die Fed ihren Zinssenkungszyklus bald wieder aufnehmen, und das nicht einmal primär wegen der Inflation, wie wir vor einem Monat bereits geschrieben haben. Bleibt der Arbeitsmarkt im negativen Bereich, ist offensichtlich, dass er Stimuli benötigt. Steigt die Arbeitslosenquote, ist klar, dass Amerikaner weiterhin ihre Jobs verlieren. Geht das BIP‑Wachstum zurück, ist ebenso klar, dass die Konjunktur Unterstützung braucht. Und wenn der Krieg im Iran anhält, ist absehbar, dass dieser erheblich finanziert werden muss. Damit könnte die Fed erneut gezwungen sein, die Zinsen unter Druck zu senken. Das sind alles schlechte Nachrichten für den Dollar – genauso wie die zuvor genannten Faktoren –, doch die geopolitische Lage könnte all diese Negativfaktoren weiterhin überlagern.

Aus technischer Sicht bleibt der Aufwärtstrend im Tageschart intakt. Der Dollar steigt nun seit eineinhalb Monaten, und sollte sich dies fortsetzen, wird irgendwann selbst der hartnäckigste „bullishe“ Trend brechen. Die entscheidende Frage lautet: Wie lange wird der Konflikt im Iran andauern? Hält er lange genug an, könnte der Dollar tatsächlich seinen übergeordneten Abwärtstrend beenden. Wie lange der Krieg im Iran dauern wird, weiß jedoch nur Trump.

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares GBP/USD über die letzten 5 Handelstage beträgt zum 12. März 98 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Am Donnerstag, dem 12. März, erwarten wir Bewegungen innerhalb einer Spanne, die durch die Marken 1,3310 und 1,3506 begrenzt wird. Der obere lineare Regressionstrendkanal hat sich abgeflacht, was auf eine Trendumkehr hindeutet. Der CCI-Indikator ist erneut in den überverkauften Bereich eingetreten und signalisiert ein mögliches Ende der Korrektur.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,3428

S2 – 1,3306

S3 – 1,3184

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,3550

R2 – 1,3672

R3 – 1,3794

Handelsempfehlungen:

Das Paar GBP/USD befindet sich seit einem Monat in einer Korrektur, doch seine langfristigen Perspektiven haben sich nicht verändert. Die Politik von Trump wird weiterhin Druck auf die US-Wirtschaft ausüben, daher rechnen wir im Jahr 2026 nicht mit einem Wachstum der US-Währung. Long-Positionen mit Ziel 1,3916 und höher bleiben daher relevant, solange sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Notierungen unterhalb des gleitenden Durchschnitts erlauben es, aus technischer Sicht (korrektiv) kleinere Short-Positionen mit Ziel 1,3306 in Betracht zu ziehen. In den letzten Wochen haben nahezu alle Nachrichten und Ereignisse gegen das britische Pfund gearbeitet, was zu einer ausgedehnten Korrektur geführt hat.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionstrendkanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, bedeutet dies, dass der Trend derzeit stark ist;
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20.0, geglättet) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;
  • Murray-Level – Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen;
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) – der wahrscheinliche Preiskanal, in dem sich das Paar am nächsten Handelstag basierend auf den aktuellen Volatilitätsindikatoren bewegen wird;
  • Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass sich eine Umkehr des Trends in die entgegengesetzte Richtung nähert.

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