Analytical Reviews

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EUR/USD Analyse: 5. Mai – Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten beginnt
13:14 2026-05-05 UTC--4

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart hat sich etwas verändert. Es gibt weiterhin keine Anzeichen dafür, dass der Aufwärtstrendabschnitt (im unteren Chart dargestellt), der im Januar letzten Jahres begonnen hat, aufgehoben wurde. Allerdings wirkt die Wellenstruktur derzeit recht uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich, auf eine niedrigere Zeitebene (oberer Chart) zu wechseln und sich auf einfachere, kleinere Wellenstrukturen zu konzentrieren, um kurzfristige Prognosen zu erstellen, die für das Eröffnen von Trades ausreichen. Wellenstrukturen können sehr komplex werden und mehrere Szenarien zulassen. Am einfachsten ist es, nach den klassischen „Fünf-Drei“-Mustern zu handeln.

Im oberen Chart lässt sich eine klassische fünfteilige Impulsstruktur erkennen, mit einer verlängerten dritten Welle. Nach deren Abschluss begann sich eine korrektive Struktur aus mindestens drei Wellen auszubilden. Drei Wellen haben wir bereits gesehen, daher ist es wahrscheinlich, dass der Markt kurzfristig noch mindestens eine weitere abwärtsgerichtete Korrekturwelle ausbildet. Die weitere Entwicklung hängt von der Geopolitik ab: entweder eine Fortsetzung und Ausweitung der Aufwärtsstruktur oder die Bildung eines neuen Abwärtstrendabschnitts.

Am Dienstag ist EUR/USD leicht gestiegen, die Volatilität blieb jedoch sehr niedrig. Bereits am Montag hat der Markt nur schwach auf die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten reagiert, wobei man fairerweise sagen muss, dass auch die Eskalation selbst begrenzt wirkte. Es scheint, als hätten beide Seiten symbolische Schläge „zur Warnung“ ausgetauscht, und damit könnte das Ausmaß der militärischen Aktivitäten – zumindest vorerst – bereits erreicht sein. Viele internationale Medien berichten weiterhin, dass zwischen Teheran und Washington telefonisch verhandelt wird. Trifft das zu, liegt eine weitere Eskalation im Interesse keiner der beteiligten Seiten.

Natürlich ist die aktuelle Lage im Nahen Osten für Donald Trump vorteilhaft, da die Vereinigten Staaten ihre Exporte von LNG und Öl – zu erhöhten Preisen – ausweiten und damit von einem globalen Energiemangel profitieren, zu dessen Entstehung sie beigetragen haben. Doch so positiv zusätzliche Haushaltseinnahmen auch sind: Die US‑Verbraucher sind zunehmend frustriert über die steigende Inflation und die hohen Kraftstoffpreise. Je länger die Preise auf hohem Niveau bleiben, desto weniger Wähler könnten die Republikaner im November unterstützen.

Es ist offensichtlich, worauf Trump abzielt: den Iran finanziell zu schwächen, indem seine Ölexporte eingeschränkt werden. Bis zur Wahl sind es noch rund sechs Monate, sodass für diese Strategie noch Zeit bleibt. Und wie es so schön heißt: „Über Sieger wird nicht gerichtet.“ Wird die Straße von Hormus wieder geöffnet, könnten die Ölpreise fallen, und die Öffentlichkeit könnte die aktuelle Situation schnell hinter sich lassen. Vorerst scheint ein Deeskalationsszenario der wünschenswerteste Ausgang zu sein.

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Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage dieser EUR/USD‑Analyse bewegt sich das Währungspaar weiterhin in einem Aufwärtstrendabschnitt (unterer Chart), während es sich kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur befindet. Das Korrekturmuster wirkt weitgehend abgeschlossen, könnte sich jedoch noch verkomplizieren und ausdehnen, falls sich die geopolitische Lage im Nahen Osten in dieser Woche nicht verschlechtert. Andernfalls könnte sich von den aktuellen Niveaus aus ein neuer Abwärtstrendabschnitt ausbilden.

Wir haben bereits eine Korrekturwelle gesehen, und ich erwarte von den aktuellen Niveaus aus eine erneute Aufwärtsbewegung mit Zielbereichen um 1,19.

In einer kleineren Zeitebene ist der gesamte Aufwärtstrendabschnitt sichtbar. Die Wellenstruktur ist etwas untypisch, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist beispielsweise die Korrekturwelle 2 höheren Grades kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Solche Fälle kommen vor. Am besten ist es, sich auf klare und gut verständliche Strukturen zu konzentrieren, statt zu versuchen, jede einzelne Welle exakt zu beschriften. Die jüngsten Wellen sind besonders schwer zu identifizieren, weshalb ich mich in meiner Analyse stärker auf die höhere Zeitebene stütze.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Wenn Sie sich über die Marktlage unsicher sind, ist es besser, an der Seitenlinie zu bleiben.
  3. Absolute Sicherheit über die Marktrichtung ist unmöglich. Verwenden Sie immer Stop‑Loss‑Orders.
  4. Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysemethoden und Handelsstrategien kombinieren.

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