Heute wurde nur der Euro mit der Mean Reversion-Strategie gehandelt, aber es kam zu keiner nennenswerten Gegenbewegung. Mit der Momentum-Strategie habe ich das britische Pfund gehandelt, das aufgrund innenpolitischer Probleme eingebrochen ist.
Der Euro verhielt sich in einer abwartenden Haltung, obwohl aus Deutschland ermutigende Konjunktursignale kamen. Aktuellen Daten zufolge verbessert sich der Optimismus unter deutschen Anlegern stetig, getragen von der Hoffnung auf eine rasche Lösung des Konflikts im Nahen Osten. Diese Entwicklung verringert die unmittelbare Bedrohung für die größte Volkswirtschaft Europas und ermöglicht es den Investoren, mit mehr Zuversicht in die Zukunft zu blicken.
Nach jüngsten Zahlen erreichte der vom angesehenen ZEW-Institut berechnete Index der wirtschaftlichen Stimmung im Mai -10,2 Punkte. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem April-Wert von -17,2 Punkten dar. Bemerkenswert ist, dass das aktuelle Ergebnis die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten übertraf, die einen Wert von -19,5 Punkten prognostiziert hatten. Ein solcher Anstieg des Optimismus deutet darauf hin, dass Anleger beginnen, potenzielle Risiken neu zu bewerten und Chancen für eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität zu erkennen.
Das britische Pfund geriet unter starken Druck als direkte Folge zunehmender innenpolitischer Spannungen, die sich negativ auf die wirtschaftliche Lage des Vereinigten Königreichs auswirken. Berichten zufolge beabsichtigt Premierminister Keir Starmer entgegen den Erwartungen nicht, freiwillig zurückzutreten, und bereitet sich auf einen erbitterten Kampf um die Parteiführung vor. Seine Ansprache an die Kabinettsmitglieder klang wie eine offene Konfrontation mit jenen, von denen er annimmt, dass sie versuchen, ihn aus dem Amt zu drängen.
Im Fokus der Marktteilnehmer steht nun die Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten. Die Verbraucherpreisdaten (CPI) für April sowie der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, dürften die wichtigsten Treiber der Marktbewegungen sein. Es wird erwartet, dass die Zahlen unter den Werten vom März liegen. Weichen die Inflationsdaten von den Prognosen der Ökonomen ab, ist mit einer erhöhten Volatilität am Devisenmarkt zu rechnen.
Ebenfalls für heute vorgesehen ist eine Rede des Mitglieds des Federal Open Market Committee, Austan D. Goolsbee. Äußerungen von Vertretern der Zentralbank sind stets eine wichtige Informationsquelle für den Markt. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf mögliche Hinweise oder Kommentare zu Inflationstrends, zur Verfassung der Wirtschaft und zu den Aussichten für die Geldpolitik. Goolsbees Ausführungen könnten die aktuellen Erwartungen in Bezug auf Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf entweder bestätigen.
Bei starken Konjunkturdaten werde ich auf die Umsetzung der Momentum-Strategie setzen. Bleibt eine Marktreaktion auf die Daten aus, werde ich weiterhin die Mean-Reversion-Strategie anwenden.
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