Heute gab nur der australische Dollar ein Signal nach der Momentum-Strategie. Auf Basis der Mean-Reversion-Strategie habe ich keine Trades eröffnet.
Die heutigen Daten aus Deutschland und Italien stützten den Euro in der ersten Tageshälfte, und das britische Pfund folgte diesem Trend. Starke ZEW-Indizes haben Händler eindeutig ermutigt und auf eine mögliche Erholung der Wirtschaft in der Eurozone hingewiesen.
Ein genauerer Blick auf andere Konjunkturindikatoren zeigt jedoch, dass sich der Optimismus rund um Iran bislang noch nicht in den tatsächlichen Daten widerspiegelt. Die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze und die Arbeitslosenzahlen in Deutschland und Italien deuten weiterhin auf Stagnation oder sogar leichte Verschlechterung hin. Dadurch entsteht eine Diskrepanz zwischen Erwartungen und aktueller wirtschaftlicher Lage, wodurch Analysten die Perspektiven mit Vorsicht beurteilen. Infolgedessen befindet sich die europäische Wirtschaft weiterhin in einem Zustand der Unsicherheit. Einerseits gibt es Hoffnungen auf eine Verbesserung, die durch positive Stimmungsindikatoren und einige leichte positive Entwicklungen gestützt werden. Andererseits weisen die fundamentalen Daten nach wie vor auf anhaltende Herausforderungen hin.
In der zweiten Tageshälfte werden in den Vereinigten Staaten Daten zu Baugenehmigungen und Baubeginnen veröffentlicht. Diese Kennzahlen gehören zu den wichtigsten Indikatoren der Aktivität am Immobilienmarkt und haben folglich einen erheblichen Einfluss auf die gesamte US-Wirtschaft. Ein Anstieg bei Baugenehmigungen und Baubeginnen signalisiert in der Regel ein wachsendes Vertrauen der Bauträger, wobei ein solches Wachstum im aktuellen Umfeld hoher Zinsen schwer zu erreichen sein dürfte. Eine stärkere Aktivität im Bausektor wiederum stützt verwandte Branchen wie die Herstellung von Baumaterialien, Logistik, Möbelproduktion und Dienstleistungen und trägt damit zu einem breiteren Wirtschaftswachstum bei. Schwächere Zahlen könnten hingegen auf eine nachlassende Bautätigkeit hindeuten, die wahrscheinlich mit einer strafferen Geldpolitik zusammenhängt.
Fallen die Daten robust aus, werde ich mich auf die Momentum-Strategie stützen. Reagiert der Markt kaum oder gar nicht auf die Veröffentlichungen, werde ich weiterhin die Mean-Reversion-Strategie anwenden.
Momentum-Strategie (Breakout-Trading) für die zweite Tageshälfte:
Für EUR/USD
Für GBP/USD
Für USD/JPY
Mean-Reversion-Strategie (Fade-Trading) für die zweite Tageshälfte:
Für EUR/USD

Für GBP/USD

Für AUD/USD

Für USD/CAD
QUICK LINKS