Das Währungspaar EUR/USD kehrte am Freitag auf 1,1584 zurück und behält insgesamt einen Aufwärtstrend bei. Wir haben wiederholt eine ganze Reihe von Faktoren angeführt, die den Euro stützen und gegen den Dollar wirken. Daher kann die europäische Währung ihre Aufwärtsbewegung auch ohne lokale Gründe fortsetzen. Allerdings gab es am Freitag tatsächlich Gründe. Der BIP-Bericht für die Eurozone im zweiten Quartal fand am Markt kaum Beachtung, fiel jedoch unspektakulär aus, da sowohl die vierteljährlichen als auch die jährlichen Werte den Prognosen entsprachen. Dagegen unterstützten beide US-Berichte die Käufer, da sie deutlich unter den erwarteten Werten lagen. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Juli um 0,6 % zurück, während ein Anstieg von 0,1 % prognostiziert worden war, und der University of Michigan Verbrauchervertrauensindex lag im August bei 51 Punkten, wohingegen der Markt mit 54,5 gerechnet hatte. Somit setzt der Dollar seine, wenn auch langsame, Abwertung fort. Unserer Ansicht nach wird die Schwäche der amerikanischen Währung anhalten.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Freitag zwei Handelssignale generiert. Während der asiatischen Handelssitzung prallte der Kurs vom Bereich 1,1527–1,1531 nach oben ab. Beim Start der europäischen Sitzung hatte er sich jedoch noch nicht weit vom Punkt der Signalentstehung entfernt, sodass Trader gefahrlos Long-Positionen eröffnen konnten. Während der amerikanischen Sitzung kam es zu einem Rückprall aus dem Bereich 1,1584–1,1594, aber es war eher unwahrscheinlich, dass vor dem Wochenschluss noch neue Positionen eröffnet werden sollten. Die Long-Positionen brachten etwa 35 Pips Gewinn.
Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass die europäische Währung weiter deutlich zulegen sollte. In den vergangenen Monaten hat der Markt eine Vielzahl von Faktoren zugunsten des Euro hartnäckig ignoriert, weshalb wir weiterhin mit weiteren Kursgewinnen der Gemeinschaftswährung rechnen.
Am Montag können Einsteiger Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1527–1,1531 eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,1584–1,1594 nach unten abprallt. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn der Kurs den Bereich 1,1584–1,1594 nach oben durchbricht, mit Zielen bei 1,1655–1,1666.
Im 5-Minuten-Chart sind die Marken 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666 und 1,1745–1,1754 zu beachten. Für Montag sind weder in der Eurozone noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant, daher ist mit einem „langweiligen Montag“ zu rechnen. Die Volatilität war in den letzten Wochen gering und dürfte auch heute niedrig bleiben.
Unterstützungs- und Widerstandsmarken (Preislevels oder -zonen) dienen als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
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