Gold (XAU/USD) verzeichnet weiterhin deutliche Verluste im Tagesverlauf und zieht sich vom Niveau von 4.600 US-Dollar zurück – einem Zweiwochenhoch, das am Freitag erreicht wurde. Anhaltende geopolitische Unsicherheit in Verbindung mit der Erwartung einer restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve stützen die Erholung des US‑Dollars. Dies bleibt ein wesentlicher Belastungsfaktor für das Edelmetall und trägt zu seinem Rückgang unter die psychologisch wichtige Marke von 4.500 US-Dollar bei.
Dennoch notiert Gold weiterhin klar über dem am vergangenen Donnerstag verzeichneten Zweimonatstief, da die Marktteilnehmer eine vorsichtige Haltung einnehmen und weitere Entwicklungen in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran abwarten.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Sonntag gegenüber staatlichen Medien, dass Kommunikation und Signalaustausch mit den Vereinigten Staaten andauern, mahnte jedoch zugleich zur Vorsicht im Hinblick auf unbestätigte Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen. Zuvor hatte der Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf betont, dass Teheran keinem Abkommen zustimmen werde, das seine nationalen Interessen nicht vollständig widerspiegelt. Weitere Berichte deuten darauf hin, dass die Vereinigten Staaten in den Gesprächen eine härtere Linie eingeschlagen haben, was die Unsicherheit über die diplomatischen Bemühungen zur Lösung des seit nunmehr drei Monaten andauernden Konflikts im Nahen Osten erhöht. Differenzen über das iranische Atomprogramm und den Status der Straße von Hormus erschweren weiterhin die Anstrengungen, eine Einigung zu erzielen. Meldungen zufolge strebt US‑Präsident Donald Trump Änderungen an dem vorgeschlagenen Abkommen in Bezug auf den strategisch wichtigen Seeweg und Fragen der Urananreicherung an, um die Feindseligkeiten zu beenden. Die Kontakte zwischen den Parteien werden über Pakistan und andere regionale Vermittler fortgesetzt, doch das Ausmaß der erzielten Fortschritte bleibt unklar.
Unterdessen weitet Israel seine Bodenoffensive im Libanon gegen die von Iran unterstützte Hezbollah‑Gruppe aus. Nach Angaben von Reuters haben israelische Streitkräfte die etwa 900 Jahre alte Beaufort Castle eingenommen und sind über den Litani‑Fluss hinaus vorgerückt. Dies stellt das tiefste Vordringen seit dem israelischen Rückzug aus Südlibanon im Jahr 2000 dar und hat die geopolitische Risikoprämie erhöht, was die Nachfrage nach dem US‑Dollar als sicherem Hafen stützt.
Gleichzeitig tragen die jüngsten Entwicklungen zu einer Erholung der Ölpreise bei, nachdem diese am Freitag auf ein mehr als einmonatiges Tief gefallen waren.

Dies hat die Inflationssorgen erneut verstärkt und die Erwartungen einer weiteren Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve untermauert. In der Folge erhält der US‑Dollar zusätzliche Unterstützung, während Gold unter Druck bleibt.
Für bessere Handelsmöglichkeiten sollten Marktteilnehmer die anstehenden US‑makroökonomischen Veröffentlichungen zum Start des neuen Monats genau verfolgen. Die Woche beginnt mit der heutigen Veröffentlichung des ISM Manufacturing PMI. Das Hauptereignis wird jedoch der Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht am Freitag sein, der die Markterwartungen in Bezug auf die nächsten Schritte der Fed neu ausrichten und die kurzfristige Nachfrage nach dem US‑Dollar stärken könnte. Gleichzeitig bleiben die Entwicklungen im Nahen Osten eine Quelle erhöhter Volatilität an den globalen Märkten und beeinflussen weiterhin die Dynamik des Goldpreises.
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Den aktuellen Daten zufolge verbucht der US‑Dollar seine stärksten Gewinne gegenüber dem neuseeländischen Dollar.
Aus technischer Sicht setzt Gold seine Abwärtsbewegung fort und wird sowohl unter dem 20‑Tage‑ als auch unter dem 50‑Tage‑Simple Moving Average (SMA) gehandelt. Negative Oszillatorwerte stützen den bärischen Ausblick. Dennoch zeigte das Metall in der Nähe des wichtigen 200‑Tage‑SMA in der vergangenen Woche Widerstandskraft, was den längerfristigen Aufwärtstrend weiterhin unterstützt. Daher wäre es ratsam, vor der Annahme eines Szenarios weiter fallender Goldpreise auf einen klaren Durchbruch und eine anschließende Konsolidierung unterhalb dieses gleitenden Durchschnitts zu warten, der sich derzeit im Bereich von 4.400 US‑Dollar befindet.
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